Traumatherapie: Wir helfen ins Leben zurückzufinden

Mensch der am Wasser sitzt und sich überlegt ob eine Traumatherapie sinnvoll sein könnte

Viele mögliche Erscheinungen, die nach «Unfällen» im Leben für eine Traumatherapie sprechen

Typische Anzeichen, dass eine Traumatherapie helfen kann, sind:
Kann sein dass Du ständig Stress hast. Vielleicht weisst Du, dass Du etwas Schlimmes erlebt hast. Oder Sie leiden an unerklärlichen Auswirkungen, haben keine Ahnung was los ist. Es kann sein, dass man Dir schon eine ganze Reihe von psychische Diagnosen verpasst hat, man Dich schon länger behandelt hat, aber nichts wirklich geholfen hat. Oder man Ihnen nicht geglaubt hat.

Es kann sein, dass Du schon lange weisst, dass etwas nicht stimmt, dass Du Dich selber nicht verstehst. Es kann sein, dass Du schon lange Hilfe suchst, aber Dich nicht getraut hast Hilfe anzunehmen, keine Möglichkeit gesehen hast. Möglicherweise bist Du ständig unter Strom, und kannst nicht ausspannen. Oder Du merkst, dass Du gar nicht richtig lebst. Vielleicht hast Du immer wieder Schwierigkeiten mit Eltern, mit Lehrpersonen, mit Arbeitgebern, mit Freunden, dem Partner oder der Partnerin. Oder Du kannst nachts nicht schlafen, wachst mit Schreck und schweissgebadet auf. Hast Mühe in der Schule konzentriert zu bleiben. Oder als Eltern merken Sie, dass mit dem Baby oder Kind etwas gar nicht stimmt, dass das Verhalten fremd oder unverständlich ist, es ihm nicht gut geht und Sie nicht wissen was tun. Alles Hinweise, dass eine Traumatherapie sinnvoll sein kann.

Vielleicht konsumierst Du legale oder illegale Drogen im Übermass, oder hast suchthaftes Verhalten und weisst tief in Dir drin, dass das Dir schadet. Es kann sein, dass Du Dich ritzt. Oder Du hast Schlimmes erlebt, einmal oder immer wieder. Du merkst, dass du manchmal gar nicht weisst, was in den letzten Minuten passiert ist oder wie Du an einen Ort gekommen bist. Du erlebst Dinge wieder wie damals, wie wenn Du nochmals da wärest, als etwas Schlimmes passiert ist.

Viele Erscheinungsformen von Trauma

Oder Du bist manchmal wie eine andere Person. Ein Kind verhält sich wie wenn es wieder viel jünger wäre, kann etwas nicht was es sonst schon längst konnte. Das kann in ganz bestimmten Situationen auftreten, manchmal aber auch ohne dass Du weisst weshalb. Oder Du merkst, dass Beziehungen immer wieder in Brüche gehen. Es kann aber auch sein, dass Du heftige Körperempfindungen hast in bestimmten Momenten. Solche die Du Dir nicht erklären kannst und unter denen Du leidest. Möglicherweise hast Du ein ganz bestimmtes schlimmes Ereignis erlebt, unter dem Du immer wieder leidest.

Alle diese Erscheinungen können darauf hinweisen, dass eine Posttraumatische Belastungsstörung, eine Entwicklungstraumastörung oder eine Bindungsstörung vorliegt, bei denen eine Traumatherapie helfen kann.

Hast Du / haben sie ein schwieriges Leben gehabt und Therapien haben nicht wirklich geholfen?

Möchtest Du / möchten Sie sich entspannt fühlen und das Leben voll geniessen?

Frühe und heftige Traumata sind häufig, und für mindestens einen Drittel aller psychischer Krankheiten Erwachsener verantwortlich

Baby crying

Viele Kinder und Jugendliche erleben Traumata. Nicht jedes schlimme Ereignis muss eine Störung zur Folge haben. Das hängt ganz wesentlich davon ab, ob verlässliche, dem Kind wohlgesonnene Erwachsene für ein Kind da sind. Wenn schlimme Ereignisse sich wiederholen, oder schlimme Umstände über lange Zeit andauern, sind die Auswirkungen entsprechend heftiger. Stützende Erwachsene können die Auswirkungen sehr mindern. Wenn solche fehlen, sind die Auswirkungen entsprechend stärker. Am stärksten wirken Ereignisse die von Personen ausgehen. Es gibt grosse amerikanische Studien, die gezeigt haben, dass schlimme Ereignisse in mehreren Kategorien sich verstärken. Solche Kategorien sind beispielsweise psychische, körperliche oder sexualisierte Gewalt, Vernachlässigung, psychische Krankheit der Eltern oder Trennung der Eltern. Die Folgen zeigen sich vor allem in vier Bereichen:

  • Hyperaktivität: Nicht still sein können, ständig aktiv sein und nicht schlafen können
  • Intrusionen: Wiedererleben von schlimmen Ereignissen, wie wenn sie aktuell wieder geschehen würden
  • Vermeidung: Orte vermeiden, Menschen meiden, Kontakt vermeiden
  • Dissoziation: Abwesenheiten, bis hin zu sich an ganze Zeitperioden nicht erinnern können, den Körper nicht spüren

Nur eine breite Betrachtung schafft Klarheit

Ausserdem können sich ganz frühe Traumata zeigen als Bindungsstörungen (Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Kontakt), unangemessene Distanz zu anderen Personen, oder unerklärliche Schmerzen oder Reaktionen. Weiter gibt es allgemeine Störungszeichen wie Bettnässen oder Einkoten, Fingernägel kauen, sehr heftige emotionale Reaktionen oder Zurückfallen in frühere Zustände, das heisst sich verhalten wie ein jüngeres Kind.

Ein einzelnes Zeichen bedeutet nun nicht, dass das Kind schwer traumatisiert ist. Erst die Summe vieler Einzelbeobachtungen anhand spezialisierter Fragebogen, möglichst von verschiedenen Personen (Kind/Jugendlicher, Eltern, Lehrer, …) gibt Auskunft wie schwer und in welchen Bereichen ein Kind oder Jugendlicher betroffen ist.

Eine spezifische Traumatherapie setzt an der Ursache dieser Verletzung an und verändert dadurch viele mögliche Erscheinungsformen. Mit Hilfe einer guten Umgebung und möglichst früher Traumatherapie ist es möglich, diese Teufelskreise zu unterbrechen. Und zwar auch für die Zukunft wie zum Beispiel später für eigene Kinder.

Was geschieht in einer Traumatherapie?

Erste Sitzungen

Adolescent finding his way in the woods with a compass

Die ersten Sitzungen dienen dazu, ein vertrauensvolles Verhältnis zu schaffen zwischen Dir/Ihnen und dem/der Therapeuten/Therapeutin. In jeder Psychotherapie, aber besonders in einer Traumatherapie, kommt der Beziehung zwischen Klient/in und Therapeut/in eine herausragende Rolle zu. Es ist wichtig, dass Du Dich wohl fühlst/Sie sich wohl fühlen, mit dem Therapeuten oder der Therapeutin. Dies ist für den Therapieerfolg entscheidend.

In diesen ersten Sitzungen kann es je nach Situation darum gehen, erst äussere Sicherheit zu schaffen, aus einer überwältigenden Aufregung in eine verhältnismässige Ruhe zu finden, und eine erste grobe Übersicht über die aktuelle Situation zu erreichen.

Äussere Sicherheit

Je nach Situation kann das Erreichen der äusseren Sicherheit längere Zeit dauern. Es können staatliche Stellen einbezogen werden wie zB die Polizei. Wichtig: Als Arzt oder eidgenössisch anerkannter Psychotherapeut besteht das Berufsgeheimnis. Das heisst die Ärztin oder die Psychotherapeutin kann von niemandem, auch nicht der Polizei oder einem Gericht dazu verpflichtet werden, Auskunft zu geben an Aussenstehende. Ausschliesslich bei unmittelbar drohender Gefahr für Leib und Leben, oder wenn ein Kind massiven Schaden zu nehmen droht, wird ein Arzt oder Psychotherapeut aufgrund eines Rechtes aussenstehende Stellen beiziehen. Auch dies wenn immer möglich in Absprache mit einem Klienten oder einer Klientin.

Innere Sicherheit und Stabilität

Für frühe und heftige Traumata geht es dann lange Zeit darum, Stabilität zu schaffen. Das heisst, nach der äusseren folgt die Schaffung einer inneren Sicherheit. Das kann bei schweren Traumata länger dauern. Es geht darum, Klarheit über die Situation zu erreichen und ein Helfernetz zu organisieren (Eltern, Lehrerinnen, Verwandte, Ärzte, spezialisierte Beratungsstellen, staatliche Stellen). In der Traumatherapie kann man sich in der Vorstellung einen sicheren inneren Ort einrichten. Das ist ein Ort in der Vorstellung, an dem es einem einfach gut geht, der gut geschützt ist.

Ausserdem werden wir erklären, welche Situationen traumatisch sind, wie unser Hirn funktioniert und was das in unserem Hirn auslöst. Das hilft, eigene bisher unerklärliche Reaktionen und Erscheinungen einzuordnen. Dafür eignet sich die Methode PITT-KID, die von Andreas Krüger in Hamburg entwickelt wurde. Er arbeitet schon lange mit Kindern die richtig Schlimmes erlebt haben. Darum hat er ein Buch geschrieben, das schon Kinder gut verstehen können, sobald sie reden können.

baby held in hands

Trauma ist eine seelische Verletzung, die auch den Körper betrifft

Da Trauma eine seelische Verletzung ist, die sich direkt auch im Körper zeigt, ist der Einbezug des Körpers in der Traumatherapie ganz zentral. Traumata vor dem zweiten Altersjahr sind nicht bildlich oder wörtlich erinnerbar, aber im Körper detailliert gespeichert. Selbst noch bei Erwachsenen ist der Körper zentral bei Traumata. Dafür gibt es Methoden, die über direkt über den Körper arbeiten, um die verloren gegangene Sicherheit wieder zu installieren. Somatic Experiencing von Peter Levine ist eine seit langem bewährte Methode. Eine Spezialisierung für ganz frühe und heftige Traumata ist Transforming the Experience-Based Brain von Stephen Terrell. Das funktioniert bereits bei Babies. Beide arbeiten mit wenig Worten, und präziser Wahrnehmung von Körperempfindungen und -ausdruck. Besonders über das Spiel arbeitet Alé Duarte’s Tune-in to Children Methode, eine weitere Spezialisierung von Somatic Experiencing für Kinder. Er hat sehr viel Erfahrung mit Kindern in Katastrophengebieten und kommt mit wenig Sprache aus.

Weiterer Weg

Später kann es darum gehen, einzelne herausragende Erlebnisse zu bearbeiten. Die von uns verwendeten Methoden Somatic Experiencing, Transforming the Experience-Based Brain, PITT-KID und Tune-in to Children ermöglichen einen sehr sachten aber wirksamen Umgang damit. Die Schlüssel-Erlebnisse werden in kleinen Portionen mit Betonung auf dem Körper entschärft. Selbstverständlich dürfen Denken, Fühlen und Handeln der klassischen Psychotherapiemethoden ebenfalls zum Zug kommen innerhalb von Somatic Experiencing. Für später stehen weitere Psychotherapiemethoden zur Verfügung, wie Gestalt-/Intergrative Therapie, Transaktionsanalyse oder systemische Kurzzeittherapie. Besonders für Kinder und Jugendliche eignet sich die Methode Ich schaff’s. Das ist eine von Ben Furman entwickelte Methode, die den Fokus auf das Erlernen von Fähigkeiten und Lösungen legt, statt auf Probleme. Ganze Schulen werden nach diesem Prinzip mit Erfolg betrieben.

Mögliche Fragen

Best friends bonding

Kann ich einen Freund, eine Freundin mitnehmen?

Selbstverständlich, das empfehlen wir sogar. Als Freund oder Freundin darfst Du Dich gerne auch bei uns melden, wenn Du noch nicht sicher bist, ob es das braucht oder ob der oder die Betroffene die Hilfe annehmen kann oder Du wissen möchtest, wo es überall Hilfe gibt.

Kann ich mir das leisten?

Auf jeden Fall. Wenn Du/Sie von so etwas betroffen bist/sind, dann kommt jemand dafür auf. Wir finden eine Lösung. Es soll nie am Geld liegen.

Erfahren dann meine Eltern davon?

Nein, deine Eltern müssen nichts davon erfahren.
Wenn es über Krankenkasse läuft, zahlen die Eltern Deine Krankenkasse. Und die Rechnung kann direkt an die Krankenkasse gehen, wenn Du das wünschst. Und wenn nötig kann auch die Abrechnung an die Eltern unterdrückt werden wenn nötig.
Es gibt auch Opferhilfestellen wie Castagna, die Kosten übernehmen.

Wer bezahlt die Therapie für mich?

Je nachdem die Krankenkasse, die Unfallversicherung, eine Opferhilfestelle wie Castagna oder allenfalls der Täter.

Melde Dich / Melden Sie sich

Wenn Du Dich angesprochen fühlst, Sie sich angesprochen fühlen: Nimm/Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir bieten ihnen gerne ein Gespräch via Telefon oder persönlich an, damit Du oder Sie prüfen können, ob eine erste Stunde zur Abklärung Sinn macht, und ob wir die richtigen sind für Dein/Ihr Anliegen. Dieses kannst Du/können Sie via unseren Kontakt anfordern, via Formular eine E-Mail schicken oder anrufen. Wenn Du magst/Sie mögen, können Sie auch gleich ein Erstgespräch vereinbaren.

Wenn Du nicht weisst/Sie nicht wissen, wie Kontakt aufzunehmen, weil es zu gefährlich ist: Über die App Threema.ch kann man völlig anonym mit uns Kontakt aufnehmen, meine ID dort W4D3EE4F (Marc Heusser). Oder über das Formular auf der Website. Oder ein Brief/Zettel in unseren Briefkasten in der Universitätstrasse 67 in Zürich, mit wo, wie und wann ich Dich/Sie erreichen kann.