Traumatherapie für Kinder

Zurück ins Leben, wir unterstützen Sie dabei

Traumatherapie für Kinder, Bindungsstörungen, frühe und heftige Traumata sind bei uns im Fokus.

Typische Anzeichen, dass eine Traumatherapie für Kinder helfen könnte:

Ist Ihr Kind ständig unter Stress? Vielleicht merkt es, dass es etwas Schlimmes erlebt hat. Oder es leidet an unerklärlichen Auswirkungen, hat keine Ahnung was los ist. Hat Ihr Kind schon eine ganze Reihe von psychischen Diagnosen erhalten, wird schon länger behandelt, aber nichts hat wirklich geholfen? Oder man Ihnen oder dem Kind bisher nicht geglaubt?

Um der Ursache solcher Anzeichen näherzukommen erfassen spezielle Fragebogen Beobachtungen der betroffenen Person selber sowie von deren Umfeld. Dieses Bild ermöglicht eine Abschätzung ob und in welchem Umfang ein Kind betroffen und eine Therapie sinnvoll/indiziert ist.

Viele mögliche Erscheinungen, die nach «Unfällen» im Leben für eine Traumatherapie für Kinder sprechen

Sie wissen schon lange, dass etwas nicht stimmt? Oder dass Ihr Kind sich selber nicht versteht? Eventuell hat Ihr Kind schon lange Hilfe gesucht, aber sich nicht getraut diese anzunehmen. Oder es hat keine Möglichkeit gesehen, Hilfe zu erhalten. Möglicherweise ist Ihr Kind ständig unter Strom, und kann nicht ausspannen. Oder es merkt, dass es gar nicht richtig lebt. Ihr Kind kann nachts nicht schlafen, wacht mit Schreck und schweissgebadet auf. Es hat Mühe (in der Schule) konzentriert zu bleiben. Oder als Eltern merken Sie, dass mit dem Baby, dem Kind oder Jugendlichen etwas anders ist, dass das Verhalten fremd oder unverständlich ist, es ihm nicht gut geht und Sie nicht wissen was tun. Alles Hinweise, dass eine Abklärung und mögliche Traumatherapie sinnvoll sein können.

Weitere potenziell relevante Aspekte: Konsum von legalen oder illegalen Drogen im Übermass sowie sonst suchthaftes Verhalten. Zufügen von Selbstverletzungen, diese können auch als Zufall oder Versehen heruntergespielt werden. Schlimme Erlebnisse, einmal oder immer wieder. Ihr Kind merkt, dass es manchmal gar nicht weiss, was in den letzten Minuten passiert ist oder wie es an einen Ort gekommen ist. Es erlebt Dinge wieder als wären sie im Hier und Jetzt.

Viele Erscheinungsformen von Trauma

Ein Kind verhält sich plötzlich wie wenn es wieder viel jünger wäre, kann etwas nicht was es sonst schon längst konnte oder verhält sich wie ein ganz anderes Kind. Das kann in ganz bestimmten Situationen auftreten, kann aber auch ohne Situationsbezug in Erscheinung treten. Oder Beziehungen gehen immer wieder in die Brüche. Heftige Körperempfindungen treten (in bestimmten Momenten) auf die sich der oder die Betroffene selber nicht erklären kann und die als Leiden wahrgenommen werden.

Alle diese Erscheinungen können darauf hinweisen, dass eine Posttraumatische Belastungsstörung, eine Entwicklungstraumastörung oder eine Bindungsstörung vorliegt, bei denen eine Traumatherapie für frühe und heftige Trauma helfen kann.

Frühe und heftige Traumata sind oftmals verantwortlich für Erkrankungen im Erwachsenenalter

Ein schreiendes Baby – Traumatherapie für Kinder ist allenfalls angezeigt, wenn das zu oft passiert

Nicht jedes schlimme Ereignis/Traumata hat eine Störung zufolge. Das hängt wesentlich davon ab, ob verlässliche, dem Kind wohlgesonnene Erwachsene da sind. Sich wiederholende schlimme Ereignisse, oder über längere Zeit andauernde schrecklichen Umstände, verstärken die Auswirkungen. Unterstützende Erwachsene können die Auswirkungen stark mindern. Fehlen solche, so sind die Auswirkungen entsprechend ausgeprägt. Deutlich verschlimmernde Wirkung haben gemäss amerikanischen Studien (Englisch: Adverse Childhood Experiences Study, ACE Attributability Study, ACE Resources) unter Anderem folgende Kategorien:

  • psychische, körperliche oder sexualisierte Gewalt
  • Vernachlässigung
  • psychische Krankheit der Eltern
  • Trennung der Eltern

Die Folgen zeigen sich vor allem in vier Bereichen:

  • Hyperaktivität: Nicht still sein können, ständig aktiv sein und nicht schlafen können
  • Intrusionen: Wiedererleben von schlimmen Ereignissen, wie wenn sie aktuell wieder geschehen würden
  • Vermeidung: Orte vermeiden, Menschen meiden, Kontakt vermeiden
  • Dissoziation: Abwesenheiten, bis hin zu sich an ganze Zeitperioden nicht erinnern können, den Körper nicht spüren

Nur eine breite Betrachtung schafft Klarheit, ob eine Traumatherapie für Kinder angezeigt ist

Ausserdem können sich ganz frühe Traumata als Bindungsstörungen (das heisst Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Kontakt), unangemessene Distanz zu anderen Personen, oder unerklärliche Schmerzen oder Reaktionen zeigen. Weitere allgemeine Störungszeichen wie Bettnässen, Fingernägel kauen, sehr heftige emotionale Reaktionen oder Zurückfallen in frühere Zustände, das heisst zurückfallen in das Verhalten eins jüngeren Kindes.

Ein einzelnes Zeichen bedeutet nun nicht, dass das Kind schwer traumatisiert ist. Erst die Summe vieler Einzelbeobachtungen anhand spezialisierter Fragebogen, möglichst von verschiedenen Personen (Kind/Jugendlicher, Eltern, Lehrer, …) gibt Auskunft wie schwer und in welchen Bereichen ein Kind oder Jugendlicher betroffen ist.

Eine spezifische Traumatherapie setzt an der Ursache an und verändert viele der möglichen Erscheinungsformen. Mit Hilfe einer guten Umgebung und möglichst früh eingeleiteter Traumatherapie ist es möglich, diese Teufelskreise zu durchbrechen. Auch für die Zukunft, wie zum Beispiel für die zukünftigen Kinder ihres Kindes.

Trauma ist eine Verletzung, die sowohl Seele als auch Körper betreffen kann

Ein Baby sicher in Händen getragen – Geborgenheit hilft notwendiger Traumatherapie vorzubeugen.

Da ein Trauma eine seelische Verletzung ist, die sich auch direkt im Körper zeigen kann, ist der Einbezug des Körpers in der Traumatherapie ganz zentral. Ganz frühe und heftige Trauma, das heisst vor dem zweiten Altersjahr sind nicht bildlich oder wörtlich erinnerbar, aber im Körper detailliert gespeichert. Dieses Körperliche Erinnerungssystem kann aber auch von in späterem Alter erfolgten Traumata erreicht werden. Eine fast unbeschränkte Vielfalt an Auslösern (triggers) können eine gespeicherte Erinnerung reaktivieren. Beispielhaft können dies Erstarrung, Aggression, angriffiges Verhalten oder Regression (in ein vergangenes Alter fallen) sein.

Einige Methoden arbeiten direkt über den Körper, um die verloren gegangene Sicherheit wieder zurückzugewinnen. Somatic Experiencing von Peter Levine ist eine seit langem bewährte Methode. Eine Spezialisierung für ganz frühe und heftige Trauma ist Transforming the Experience-Based Brain von Stephen Terrell. Das funktioniert bereits bei Kleinstkindern. Beide arbeiten mit wenig Worten, und präziser Wahrnehmung von Körperempfindungen und -ausdruck.

Besonders mittels Spiel arbeitet Alé Duarte’s Tune-in to Children Methode, eine Spezialisierung von Somatic Experiencing für Kinder. Er hat sehr viel Erfahrung mit Kindern in Katastrophengebieten und die Methode kommt mit wenig Sprache aus, sondern arbeitet viel über Beobachtungen beim Spielen.

Wie läuft eine Traumatherapie für Kinder ab?

Traumatherapie: Erste Sitzungen

Junge mit Kompass im Wald - Traumatherapie für Kinder kann Wege weisen

Die ersten Sitzungen dienen dazu, ein vertrauensvolles Verhältnis zu schaffen zwischen dem Kind, Ihnen und dem/der Therapeuten/Therapeutin. In jeder Psychotherapie, besonders in einer Traumatherapie, kommt der Beziehung zwischen Klient/in und Therapeut/in eine herausragende Rolle zu. Es ist wichtig, dass Ihr Kind und Sie sich wohl fühlen mit dem Therapeuten oder der Therapeutin. Dies ist für den Therapieerfolg entscheidend.

Ziel ist es, in den ersten Sitzungen eine äussere Sicherheit zu schaffen, aus einer überwältigenden Aufregung in eine verhältnismässige Ruhe zu finden, und eine erste grobe aktuelle Situationsübersicht zu schaffen.

Äussere Sicherheit

Je nach Situation kann das Erreichen der äusseren Sicherheit längere Zeit dauern. Hier geht es um eine stabile Lebenssituation (Wohnsituation, stabile wohlwollende Erwachsene, Schule, Arbeit). Gegebenenfalls können staatliche Stellen einbezogen werden wenn es beispielsweise darum geht Täterkontakt zu unterbinden.

Innere Sicherheit und Stabilität

Bei frühen und heftigen Traumata geht es lange Zeit darum, Stabilität zu schaffen. Das heisst, nach der Äusseren folgt die Schaffung einer inneren Sicherheit. Die dafür benötigte Zeit wird durch die Schwere des Traumas beeinflusst. Klarheit über die Situation muss erreicht, und ein ganzes Helfernetz organisiert werden (Eltern, Lehrerinnen, Verwandte, Ärzte, spezialisierte Beratungsstellen, staatliche Stellen). Innere Sicherheit lässt sich beispielsweise über die Einübung der Vorstellung eines sicheren inneren Ortes erreichen. Ein weiterer Ansatz sind geeignete Körperübungen, die den seelischen Zustand beeinflussen.

Wir erklären, welche Situationen traumatisch sind, wie unser Hirn funktioniert und was sich in unserem Hirn verändert. Das hilft, eigene, bisher unerklärliche Reaktionen und Erscheinungen einzuordnen. Dafür eignet sich die Methode PITT-KID, die Andreas Krüger in Hamburg entwickelt hat. Er arbeitet schon lange mit schwer traumatisierten Kindern. Sein Buch ist auch für kleine Kinder (sobald sie sprechen können) gut verständlich.

Weiterer Weg einer Traumatherapie

Hier geht es um Aufarbeitung und Auflösung der Schlüsselereignisse. Die von uns verwendeten Methoden ermöglichen einen sehr sachten und wirksamen Umgang:

Die Schlüssel-Erlebnisse werden in kleinen Portionen aufgelöst. Denken, Fühlen und Handeln der klassischen Psychotherapiemethoden kommen innerhalb von Somatic Experiencing ebenfalls zum Zug. Zu einem späteren Zeitpunkt können weitere Psychotherapiemethoden angewendet werden, wie Gestalt-/Integrative Therapie, Transaktionsanalyse oder systemische Kurzzeittherapie. Besonders für Kinder und Jugendliche eignet sich die Methode: Ich schaff’s. Das ist eine von Ben Furman entwickelte Methode, deren Fokus auf das Erlernen von Fähigkeiten und Lösungen liegt, anstelle auf den Problemen. Dieser Lösungsorientierte Ansatz wird auch in Schulen erfolgreich angewendet.

Mögliche Fragen

Kann ich einen Freund, eine Freundin zur Traumatherapie für Kinder mitnehmen?

Selbstverständlich, das empfehlen wir sogar. Als Freund oder Freundin darfst Du Dich gerne bei uns melden, falls Du nicht sicher bist, ob der oder die Betroffene Hilfe braucht oder diese annehmen kann. Wir können Dich auch gerne auf weitere Stellen aufmerksam machen.

Kann ich mir das leisten?

Auf jeden Fall. Wenn ihr Kind von so etwas betroffen ist dann kommt jemand dafür auf. Wir finden eine Lösung. Es soll nie am Geld liegen.

Erfahren meine Eltern davon?

Nein, deine Eltern müssen nichts darüber erfahren. Notfalls kannst Du alleine zu uns kommen. Falls deine Eltern unterstützend sind, sind sie selbstverständlich sehr willkommen.
Die Rechnung kann direkt an die Krankenkasse gehen. Unter speziellen Umständen, sofern sinnvoll, kann die Abrechnung an die Eltern unterdrückt werden.
Es gibt auch Opferhilfestellen wie Castagna, die Kosten übernehmen.

Wer bezahlt?

Je nachdem die Krankenkasse, die Unfallversicherung oder eine Opferhilfestelle wie Castagna.

Melde Dich / Melden Sie sich!

Fühlst Du Dich/Sie sich angesprochen? Nimm/Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir bieten Dir/Ihnen gerne ein Kontaktgespräch via Telefon oder persönlich an, damit Du/Sie prüfen können, ob eine erste Abklärungsstunde Sinn macht, und ob wir die richtige Stelle für Dein/Ihr Anliegen sind. Du/Sie können unseren Kontakt anfordern via Formular, eine direkte E-Mail oder Anruf. Du/Sie können auch gleich ein Erstgespräch vereinbaren.

Ist es zu gefährlich? Weiss Du/Wissen Sie nicht wie Kontakt aufnehmen?

Über die App Threema.ch kann anonym mit uns Kontakt aufgenommen werden, die ID dort lautet W4D3EE4F.

Brief/Zettel in unseren Briefkasten an der Universitätstrasse 67 in Zürich legen, mit den Angaben wo, wie und wann wir Dich/Sie erreichen können.


Traumatherapie für Kinder in Zürich

Universitätstrasse 67, 8006 Zürich